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FAQ

#1

Was ist der Schütteldurchmesser?

 

Der Schütteltisch bei Orbitalschüttelmaschinen / Kreisschüttelmaschinen beschreibt einen Kreis. 


Der Durchmesser dieses Kreises ist der Schütteldurchmesser. 


Die häufigsten Schütteldurchmesser betragen

  • 12.5 mm (ca ½ inch)
  • 25 mm (ca. 1 inch)
  • 50 mm (ca. 2 inch).

Bei allen Inkubations- und Tischschüttelmaschinen von Kühner lässt sich der Schütteldurchmesser sehr einfach mit wenigen Handgriffen verstellen. 

#2

Wirkt sich der Schütteldurchmesser auf die Kultivierung aus?

 

Ja. Der Schütteldurchmesser ist ein Schlüsselparameter für die Kultivierungsbedingungen in geschüttelten Bioreaktoren. Je grösser der Schütteldurchmesser bei gleichbleibender Drehzahl, desto höher ist der Leistungseintrag und damit auch die Sauerstoffversorgung (Sauerstofftransferrate) der Kultur. Dies gilt auch für die Kultivierung in Mikrotiterplatten. 

#3

Muss man für die Kultivierung in Mikrotiterplatten kleine Schütteldurchmesser von z.B. 3 mm haben?

 

Nein. Mikrotiterplatten können auch mit grossen Schütteldurchmessern betrieben werden. Je kleiner der Schütteldurchmesser, desto höher muss die Drehzahl gewählt werden (≥700 RPM bei 3mm), um eine Durchmischung in den Wells zu erreichen. Bei grossen Schütteldurchmessern wie z.B. 50 mm reichen Drehzahlen um 250 RPM aus, um eine ausreichende Durchmischung und Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. 

#4

Wie ist die Scherempfindlichkeit in gerührten Bioreaktoren?

 

In gerührten Reaktoren führen vor allem zwei Effekte zu Scherstress für die Zellen: 

  1. an den Rührorganen bilden sich kleine Wirbeln 
  2. an der Flüssigkeitsoberfläche zerplatzen kleine Bläschen durch die submerse Begasung (Luftzufuhr vom Boden) der Rührkessel.

Beide Faktoren führen zu hohen lokalen Leistungseinträgen und entsprechenden mechanischen Belastungen der Kultur.  

#5

Wie ist die Scherempfindlichkeit in geschüttelten Bioreaktoren?

 

Generell ist die mechanische Belastung von Zellen in geschüttelten Bioreaktoren wesentlich geringer als in gerührten Systemen.
In geschüttelten Bioreaktoren findet die Sauerstoffversorgung dagegen blasenfrei über die Oberfläche der Kulturbrühe statt. Der Schüttelvorgang sorgt für eine gleichmässige Durchmischung ohne lokale Leistungsspitzen.

 

#6

Führt der Motor zur Erhitzung des Schütteltisches?


Nein. Kühner hat einen eigenen Motor entwickelt, der im Betrieb weniger als 10 Watt Wärme abgibt.

#7

Ist die Motordrehzahl gleich der Schütteldrehzahl?


Ja. Bei allen Kühner-Schüttelmaschinen wird der Schütteltisch direkt vom Motor angetrieben. Kühner benutzt keine Riemen oder Reibräder, die zu einem Schlupf führen können. Der Schlupf ist die Ursache für eine Drehzahldifferenz zwischen Motor und Schütteltisch.

#8

Benötigt man zum Stapeln der Schüttelmaschinen zusätzliche Teile?


Nein. Kühner-Schüttelmaschinen werden ohne zusätzliche Teile einfach aufeinander gestapelt.

#9

Können lichtsensitive Medien geschützt werden?


Ja. Kühner empfiehlt und bietet seinen Kunden optional für die Inkubationsschüttler ein geschwärztes Fenster (Fenster schwarz) an, das den Eintritt von Tageslicht in den Inkubatorraum verhindert.

#10

Wie kann die Verdunstung des Kulturmediums aus den Kolben/Mikrotiterplatte reduziert werden?


Je kleiner die Kulturvolumina, desto grösser wird der negative Einfluss der Verdunstung. Zum einen kann die Verdunstung durch die geeignete Auswahl des Verschlusses (Deckel, Stopfen, Klebefolie, etc.) reduziert werden (z.B. Duetz System), zum anderen bewirkt die Befeuchtung des Inkubatorinnenraums eine starke Reduzierung der Verdunstung.

#11

Kann das Beschlagen der Inkubatortürscheiben verhindert werden?


Ja. Bei allen neuen Inkubatorschüttelmaschinen mit Feuchteregulierung sind die Scheiben und der Rahmen beheizt. Dies verhindert ein Beschlagen der Scheiben.